Kronen Zeitung: “Junger Weltstar begeistert mit Kult-Geige”

AmirAcclaim, News

On 30 and 31 May 2026 Noa performed Bruch’s Violin Concerto No. 1 in G minor, Op. 26 with Bruckner Orchester Linz, conducted by Markus Poschner at the St. Florian Monastery in Sankt Florian, Austria.

Excerpt from OÖNachrichten (31/05/2026):

Bravo-Rufe für die niederländische Geigen-Solistin Noa Wildschut, Chefdirigent Markus Poschner und sein Bruckner Orchester im Marmorsaal des Augustiner-Chorherrenstifts St. Florian
Bravo-Rufe für die niederländische Geigen-Solistin Noa Wildschut, Chefdirigent Markus Poschner und sein Bruckner Orchester im Marmorsaal des Augustiner-Chorherrenstifts St. Florian

OÖ Stiftskonzerte: Die Sehnsucht, ewig zu leben

Das Bruckner Orchester unter Markus Poschner und Geigen-Solistin Noa Wildschut eröffneten die 53. Ausgabe der reichhaltigen Musik-Reihe

Der Ausruf “O Mensch! Gib acht!” entstammt dem “Nachtwanderlied” von Friedrich Nietzsche (aus seinem Werk “Also sprach Zarathustra”). Gustav Mahlers 3. Sinfonie, in deren viertem Satz der Komponist diesen Gedanken vertont, hat zur Berühmtheit des Zitats maßgeblich beigetragen. Die OÖ Stiftskonzerte haben ihre 53. Ausgabe, die am Samstag im Stift St. Florian feierlich eröffnet wurden, mit diesem Satz überschrieben. Damit sei eine Reflexion über den Weltschmerz, die Sehnsucht nach ewigem Leben angestoßen – erst recht ein Nachdenken über den Sinn des Lebens. Dass ein Dasein ohne Musik samt gleichzeitiger Öffnung des Geistes schmerzhaft traurig wäre, bestätigte sich einmal mehr.

Im Alter von 30 Jahren hat Max Bruch (1838–1920) mit Unterstützung des besten Primgeigers seiner Zeit, Joseph Joachim (1831– 1907), die endgültige Fassung seines größten Geniestreichs vorgelegt. Die Qualität dieses One-Hit-Wonders basiert auf der plausiblen Einheit, in der die brillante Solostimme nicht alles zum Selbstzweck überstrahlt. So wächst sich die Überleitung zum zweiten Satz in sehnsüchtigen Schöngesang aus, der an diesem Abend mit Poesie und berührender Seelentiefe begeisterte. Urheberin dieser emotionalen Berührung war Geigen-Solistin Noa Wildschut.

Behutsame Atmosphäre

Die 25-jährige Niederländerin spielte nicht bloß, sie lebte die Komposition. Das Bruckner Orchester Linz folgte Wildschut behutsam – mitunter sogar zu defensiv – und zauberte jene nötige Atmosphäre, in der die 25-Jährige ihre lyrische Hochbegabung zelebrierte. Im dritten Satz die Zügel zu lockern, befeuerte die festlichen Momente, in denen die tänzerisch inspirierte Solistin ihre Bravour noch weiter entfaltete.

[…]

Fazit: Ein starker, impulsiver Start in die neue Stiftskonzerte-Saison.

Peter Grubmüller

Source: https://www.nachrichten.at/ooen/die-sehnsucht-ewig-zu-leben;art149490,4176572

Photo credit: Volker Weihbold


Excerpt from Kronen Zeitung (01/06/2026):

Die Stiftskonzerte in Oberösterreich verbinden auch heuer große Klangkunst mit historischer Kulisse. Mit einem musikalischen Höhepunkt wurden sie im Marmorsaal von St. Florian eröffnet. Die erst 25-jährige niederländische Geigerin Noa Wildschut hat sich bereits einen festen Platz auf den internationalen Konzertpodien erobert und begeisterte das Publikum von der ersten Minute an.

Einzigartiger Klang: In Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 entfaltete die niederländische Geigerin Noa Wildschut auf ihrer Guarneri „Lady Stretton“ einen außergewöhnlich schönen Ton.

Ihre Musikalität, die intensive Gestaltungskraft und die souveräne Beherrschung ihres Léonard-Tourte-Bogens ließen die lyrischen wie virtuosen Passagen gleichermaßen eindrucksvoll zur Geltung kommen. Vor allem aber war ihre unverstellte Spielfreude spürbar: Wildschuts natürliche Ausstrahlung und ihre ansteckende Begeisterung erreichten nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen des Publikums – ein besonderes Geschenk für die zahlreichen Konzertbesucher.

Klassik, verbunden mit der Region
Als Zugabe wählte sie mit Alla Fantasia von Nicola Matteis Junior ein barockes Solostück für Violine. Die kunstvollen Akkordbrechungen erinnerten stellenweise an Bachs Chaconne und überzeugten durch makellose Intonation sowie eine stilistisch feine Gestaltung.

Johannes Sonnberger

Source: https://www.krone.at/4160751