Kölner Stadt-Anzeiger: “Die Glut der Geige”

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On 2 December Noa played Bruch’s Scottish Fantasy with the Gürzenich-Orchester Köln, conducted by Nicholas Collon, in a benefit concert in the Philharmonie in Cologne, Germany.

Excerpt from the Kölner Stadt-Anzeiger (3/12/2018):

“Die Glut der Geige”

“Wir sagten „Konzert für Kinder“. Noa Wildschut, die Solistin in Max Bruchs „Schottischer Fantasie“, des mittleren Werkes, ist zwar mit 17 Jahren kein Kind mehr – und in der souveränen Reife ihrer Performance schon gar nicht – , aber vom Alter des geigenden Wunderkinds nicht so weit entfernt, als dass sich die Kinder im Publikum mit der Niederländerin generationell nicht hätten identifizieren können.

Das Werk des Kölner Komponisten verarbeitet zwar schottische Volksmelodien, ist aber in seinem Geist tief deutsch-romantisch – zumal Mendelssohn scheint da immer wieder durch. Immerhin sorgen die exotischen Weisen für eine melodienselig-melancholische Grundstimmung, in die sich zumal der Solist finden muss, will er die Musik nicht verfehlen.

Bei Wildschut indes bleiben da keine Wünsche offen: Sie verfügt über ein Höchstmaß an gestalterischer Kontrolle genauso wie über jene geigerische Glut und Intensität, über jenen Farbenreichtum, der all diese Melodien erst zum Leben erweckt. Dichte, kantable Phrasenführung und -spannung, geschmackvolle Dosierung expressiver Mittel wie Vibrato und Portamento, eine (man mag es kaum noch erwähnen) makellose Technik mit fehlerfreier Intonation auch an hohen und leisen Stellen – nach dieser Vorstellung war nur ein Urteil möglich: Noa Wildschut, die zusammen mit dem Orchester für enthusiastischen Beifall mit Tschaikowskys „Melodie“ dankte, steht am Beginn einer großen Karriere.” – Markus Schwering

Photo credit: Thomas Banneyer

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