Die Rheinpfalz: “Himmlische Tonreinheit” (heavenly purity of tone)

AmirAcclaim, News

On 6 December Noa played Saint-Saëns’s Violin Concerto No. 3 in B minor, Op. 61 with the Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, conducted by Anja Bihlmaier, in the Fruchthalle in Kaiserslautern, Germany.

Excerpt from the Die Rheinpfalz (9/12/2019):

“Himmlische Tonreinheit”

“Die erst 17-jährige Geigerin Noa Wildschut dominiert mit ihrem Können und ihrer Natürlichkeit in der Fruchthalle ein ganzes Orchester”

“Sie war die strahlende Lichtgestalt beim Auftritt der Deutschen Radio Philharmonie in der Fruchthalle in Kaiserslautern: Mit dem 3. Violinkonzert von Camille Saint-Saens festigte die Geigerin Noa Wildschut in grandioser Weise ihren Ruf als eine der führenden Violinistinnen unserer Zeit.

“Von der internationalen Presse als „musikalisches Wunder“ gefeiert, von Ann-Sophie Mutter mit den Worten „eine der großen Hoffnungen ihrer Generation“ geadelt – unter den jungen Geigendiven nimmt die 17-jährige Niederländerin eine Spitzenposition ein. Ist es ihre himmlische Tonreinheit, ihre über jeden Zweifel erhabenen technischen Perfektion? Oder ihre musikantische Natürlichkeit, mit dem sie Saint-Saens, dem „französischen Mendelsohn“ und genialen Melodienerfinder zu Leibe rückt? Selbstbewusst und siegessicher ist ihr Auftritt in Kaiserslautern, groß ihr Ton, den sie ihrer 300 Jahre alten Geige aus der Werkstatt von Giovanni Grancino entlockt und damit die in voller Besetzung angerückten Deutschen Radio Philharmonie beherrscht und dominiert.

Es ist ein Klang, in dem man baden möchte: überschäumende jugendliche Energie, gepaart mir einer unendlichen Wärme. Ihr lupenreines Spiel gipfelt in der Flageolett-Szene im langsamen Mittelteil, wenn sie in einen überirdisch-sphärischen Dialog mit dem Orchester tritt und mit ihrem Pianissimo-Spiel das eigentlich Unerhörbare hörbar macht. Dafür darf sie im abschließenden Allegro non troppo temporeich ihrer ungezügelten Energie freien Lauf lassen und damit die Beifallsstürme des Publikums einleiten. Zu einem stillen Gebet gerät ihre Zugabe in Gestalt einer Interpretation des Andantes aus der 2. Solosonate von Johann Sebastian Bach. Es ist das Dokument einer reifen, fast bescheiden wirkenden Künstlerin, die auf große Gesten und Starallüren verzichtet, um alleine der Musik und der Genialität ihres Schöpfers zu dienen.” – Markus Pacher

Source: Die Rheinpfalz


Excerpt from the Allgemeine Zeitung (10/12/2019):

“Junge Violinistin glänzt beim Mainzer Meisterkonzert”

“Reich an Nuancen: Noa Windschut (Violine) und Anja Bihlmaier (Dirigat) setzen jugendlich-schwungvolle Akzente. Werke von Bach, Saint-Saëns und Mendelssohn Bartholdy”

“MAINZ – Das Publikum im Schloss will schon applaudieren, da gebietet die Solistin freundlich lächelnd Einhalt: Camille Saint-Saëns’ 3. Violinkonzert in h-Moll ist noch nicht fertig. Was aber folgt, lässt einen den Atem stocken, so zart, fein und leise sind auch noch die höchsten Töne, dann aber auch virtuos, fordernd und rasant das Violinenspiel der Noa Windschut. Nicht umsonst hat Anne-Sophie Mutter die erst 18 Jahre alte Niederländerin als „eine der musikalischen Hoffnungen ihrer Generation“ bezeichnet. Nun trat sie, begleitet vom Orchester der Deutschen Radio Philharmonie, im Mainzer Schloss beim Meisterkonzert auf, Konzert-Motto: „hochbegabt“. Es dirigierte Anja Bihlmaier, die ihrerseits ein seit Jahren gefeierter Star auf den Konzertbühnen der Welt ist. Neben Saint-Saëns waren es das zweite Brandenburgische Konzert von Bach und Mendelssohn Bartholdys 1. Sinfonie in c-Moll, die dieser mit gerade einmal 15 Jahren einst seiner Schwester zum Geburtstag schrieb. Der Titel hochbegabt war von den Veranstaltern wohlbedacht gewählt. Er stand nicht nur für die Solistin, Musiker und Dirigentin, sondern eben auch für die Komponisten. Das Publikum spendierte begeistert Applaus, für den sich Windschut wiederum mit Bachs 2. Sonata bedankte.

Saint-Saëns drittes Violinkonzert strotz laut Programmheft von unvergesslichen Melodien, von dramatischen Ausbrüchen, leidenschaftlich-überschäumenden Abschnitten und sanften Passagen. Für die Violinistin das perfekte Stück, um ihr Können mit all seinen Nuancen und Feinheiten an ihrem Instrument zu beweisen. In der kleinen Bach-Sonata klingt ihr Spiel sogar bisweilen so, als würde sie tatsächlich zwei Instrumente gleichzeitig zum Klingen bringen.” – agk

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